Chronik der DJK Bildstock 1922 e.V.

Die DJK Bildstock vor dem 2. Weltkrieg

 

Die DJK Bildstock wurde 1922 gegründet - als Ortsverein nach Proklamierung der Deutschen Jugendkraft als „Reichsverband für Leibesübungen in Katholischen Vereinen“ auf der großen Reichstagung der Katholischen Jugend Deutschlands in Nürnberg. Sitz des Reichsverbands war Düsseldorf. Das Saarland gehörte zum Kreis Mittelrhein. Bildstock war dem Bezirk Sulzbachtal-Fischbachtal mit Sitz in Quierschied angeschlossen. Bei dem geschichtlichen Werdegang der DJK Bildstock sollte nicht unerwähnt bleiben, dass bereits um die Jahrhundertwende im Katholischen Jungmännerverein eine große Anzahl aktiver Sport treibender Gruppen bestand, die sich insbesondere mit Turnen, Schlag- und Schleuderball, Tambourin, Schwimmen usw. befassten. Diese Tätigkeiten kamen im 1. Weltkrieg (1914 – 1918) zum Erliegen. Mitten im Dilemma des verlorenen Krieges erging im Jahre 1921/1922 unter der Parole „Für Reich Christi und ein neues Deutschland“ der Ruf an die Katholische Jugend Deutschlands zur Aktivierung des Jugendlebens, der seinen spontanen Ausdruck in der ersten Reichsverbandstagung der Katholischen Jugend Deutschlands in Nürnberg fand. Neben der geistig und religiös-sittlichen Erneuerung und Weiter-bildung sollte die körperliche Ertüchtigung der Jugend weitestgehend und in fester Form organisiert werden in der Deutschen Jugendkraft. Der Ruf von Nürnberg zündete in allen deutschen Gauen gewaltig. Auch in unserer Heimat, die dazu noch ein besonderes nationales Interesse hatte, sollte die DJK im deutschen Reichsverband eine Heimstätte haben.

Nachdem der große Jugendfreund und Volkskaplan der Bildstocker Pfarrei St. Josef, Nikolaus Schäfer (1918 – 1923), den Grundstock zu einem aktiven und blühenden Jugendleben gelegt hatte (Musikzug, Theaterabteilung, Wandergruppen, Fußballabteilung usw.) und eine größere Delegation der Bildstocker Jugend von der Reichstagung in Nürnberg und den deutschen Jugendtagungen in München und Innnsbruck zurückkamen, fing man an, von neuen Impulsen durchdrungen, die sich besonders auf die Sport treibende Jugend auswirkten, den Sport, allen voran den Fußballsport, in gestraffter, nunmehr in organisatorischer Form im Rahmen des neuen Reichsverbandes der DJK zu betreiben. War die DJK bisher innerhalb des Jungmännervereins vorstandsmäßig betreut worden, so erhielt sie in der offiziellen Gründungsversammlung der DJK Bildstock, die am 06. Juli 1922 im heutigen Trierer Hof stattfand, in der die Nürnberger Richtlinien proklamiert wurden, ihren eigenen Vorstand. Hier erfolgte auch die erste Ausgabe der von Nürnberg mitgebrachten neuen DJK-Abzeichen und Stoffwappen für die Sportbluse mit der aufgehenden Sonne, dem jungen Eichbaum und den DJK-Emblemen. Ein solches handgesticktes Banner liegt als Erinnerungsstück aus dieser Zeit noch vor (siehe Abbildung).

 

Es war ein selten froher Tag für die jungen Sportler. Die Gewissheit, sich in einem eigenen großen Verband geborgen zu wissen, fand eine erfreuliche Resonanz und sportliche Begeisterung. Als der Präses, Kaplan Schäfer, am 17. April 1923 von Bildstock scheiden musste, war die DJK Bildstock auf einem guten Weg zum Aufstieg und hatte einen Namen in den Nachbargemeinden. Sie unterstand der Bezirksgruppe Sulzbach-/Fischbachtal mit ihrem Bezirkspräses Kaplan Schon in Quierschied. Die Spiele wurden auf dem alten Bergfestplatz, gegenüber dem heutigen Friedhof in unmittelbarer Nähe des heutigen Sportparks (zwischen der Straße Am Kallenberg und dem Schacht Erkershöhe), den die Bergverwaltung zur Verfügung gestellt hatte, ausgetragen. Den älteren Bildstocker Bürgern ist dieser Platz noch als „Festplatz“ bekannt. Zur DJK waren nicht nur qualifizierte Spieler gestoßen, sie erfreute sich auch zahlreicher Gönner und einer sportbegeisterten Zuschauerschaft. Von 1923 bis 1925 war Kaplan Neumeyer, zuletzt Stadtdechant in Stadt-Kyll (Eifel) Präses der DJK. Unter seinem Vorsitz fand ein großes Sportfest am 04. Mai 1924 in Bildstock statt, welches zahlreiche DJK-Mannschaften, Musikzüge, Wandergruppen usw. nach Bildstock brachte, dem am 03. August desselben Jahres ein Dekanatsjugendfest folgte, bei dem die DJK wiederum mit eindrucksvollen Darbietungen dabei war. Bei diesen und vielen anderen Veranstaltungen war die DJK Bildstock örtlich und über die Ortsgrenzen hinaus beteiligt und entsprechend angesehen. Am 16. Januar 1926 übernahm Kaplan Thönes die Katholische Jugend und die DJK. In seine Zeit fällt die Beteiligung an dem großen Reichstreffen in Köln. Zwischenzeitlich war ein Musikzug der DJK aufgestellt und in weiße Matrosenuniformen gekleidet worden. Ein gern gesehener und zünftiger Musikzug, der bei vielen sportliche Festen und Veranstaltungen in Erscheinung trat. 

Am 05. März 1931 übernahm Kaplan Leo Marx der Katholischen Jugend und der DJK. Zu seiner Zeit fanden Großveranstaltungen, die so genannten „Sturmtage der Katholischen Jugend“ am 03. Mai 1931 und am 10. Juni 1932 auf dem Hoferkopf statt, verbunden mit Sportwerbetagen, wobei Bildstock zahlreiche DJK- und andere Sportvereine in seinen Mauern sah. Acht Tage lang stand Bildstock jeweils im Zeichen der Katholischen Jugend und DJK und vom Hoferkopfturm wehten ihre Banner. Auf dem letzten Reichstreffen der DJK vor dem 2. Weltkrieg in Dortmund 1932, ein Jahr vor der Machtübernahme der NS-Regierung, konnte sich die DJK Bildstock dort noch erste Preise holen. Kaplan Johannes Schreuers, verstorben in Uerzig, war der letzte Vorsitzende unter dessen Führung sich die Katholische Jugend und die DJK noch aktiv betätigen konnten. Im Jahre 1934 trat die DJK noch in einer glänzenden Heerschau in Erscheinung, am großen Bekenntnistag der Katholischen Jugend auf dem Saarbrücker Kieselhumes, der zugleich ein Treubekenntnis zum deutschen Vaterland war. Am 01. März 1935, dem Tag der Rückgliederungsfeier des Saarlandes zum deutschen Reich, stellte sie noch mit ihrem Musikzug, Sportabteilungen, Pfadfinder usw. einen großen Kordon des Festzuges und des abendlichen Fackelzuges. Dann begannen, was man vorausgesagt und erwartet hatte, allmählich an der Saar die großen Schwierigkeiten mit der Staatsjugend, die trotz örtlich vieler der DJK gutgesinnter Nationalsozialisten, leider nicht mehr abgebremst werden konnte. Auf guten Rat hin versuchte sich die örtliche DJK in Unbenennung in „Sportverein Adler“ noch eine Zeitlang zu halten, in Vereinigung mit den übrigen Sportvereinen. Es half ihr leider nichts. . Ihre Sportabteilungen wurden aufgelöst, ebenso die Pfadfinderabteilungen und der Musikzug, dem man die Beschlagnahmung der Musikinstrumente androhte.

 

Am 24. Januar 1936 wurden alle noch bestehenden Sportvereine zusammen geschlossen in einem „Verein für Leibesübungen“ im NS-Reichssportverband, in dem für die DJK kein Platz mehr war. Bis zu dieser Zeit hielten 133 Mitglieder der DJK noch die Treue. Dann fand am 20. März 1937 die letzte interne Abschiedsfeier getreuer Jugend- und DJK-Mitglieder für den scheidenden Kaplan Scheuers statt. Mit dessen Fortgehen von Bildstock erlosch jede öffentliche Tätigkeit, die einen so großartigen Werdegang genommen hatte. Am 06. Februar 1938 erfolgten im Saarland das offizielle Verbot und die Auflösung aller noch bestehenden konfessionellen Jugendverbände. Es bestand nur noch die Möglichkeit, in der Staatsjugend oder illegal die Jugendarbeit fortzusetzen.

Die Entwicklung der DJK nach dem 2. Weltkrieg

 

Nach dem 2. Weltkrieg hatte es die DJK Bildstock sehr schwer, wieder mit dem Sportbetrieb zu beginnen. Viele Ehemalige hatten im Krieg ihr Leben gelassen. Ebenso waren viele Mitglieder und Spieler nach dem NS-Verbot aller DJK Vereine und somit auch der DJK Bildstock, anderen Sportvereinen beigetreten und standen nicht mehr zur Verfügung. So bedurfte es einer Anlaufzeit bis 1952 unter Mitwirkung von Kaplan Adams inoffiziell mit dem Spielbetrieb begonnen wurde. Zunächst spielte man als Katholische Jugend Bildstock und nahm auch unter diesem Namen auch am Kolping-Turnier in Heiligenwald teil.

 

In der damaligen Mannschaft spielten: Eberhard Backes, Norbert Theobald, Egon Flachsland,  Elbert, Heinrich Brück, Toni Braun, Toni Hermann, Manfred Hans, Josef Theobald, Gisbert Schmitt, Manfred Brück und Heinrich Kratz.

 

Von 1953 bis 1956 spielte man Fußball in der Bezirksrunde der Katholischen Jugend. Am 20. Oktober 1956 erfolgte dann im Gasthaus Kraus die Wiedergründung der DJK Bildstock, wobei man zunächst Fußball spielte. Mitglieder des Gründungsvorstandes waren: Hermann Jakoby, Clemens Schmidt, Otto Kopp, Horst Gabriel, Nickel Jakoby, Andreas Brück, Johann Schichtel und Günter Mahler. Im Jahre 1957 wurden die DJK Vereine in den Saarländischen Fußballverband aufgenommen. Im Spieljahr 1957/58 nahm die DJK Bildstock mit einer aktiven Mannschaft an den Meisterschafts-spielen teil. Von diesem Zeitpunkt an erfolgte eine stetige und kontinuier-liche Aufwärtsentwicklung bis zum heutigen Tag. Im Jahre 1958 kamen eine Knaben-, Schüler- und A-Jugendmannschaft hinzu. Obwohl die damalige Gemeinde Friedrichsthal die Mitbenutzung des kommunalen Sportplatzes in Bildstock zugesagt hatte, wurde von anderer Seite den DJK-Spielern das Betreten des Sportplatzes am Maybacher Weg mit allen Mitteln verwehrt. So musste man notgedrungen auf den rund 4 km von Bildstock entfernten  Saarberg-Sportplatz der Grube Reden im Klinkenthal  in der heutigen Gemeinde Schiffweiler-Landsweiler ausweichen. Welche Mühe und Anstrengungen die DJKler von damals auf sich nahmen, ist bewundernswert. Dass dieses aber auf Dauer kein Zustand sein konnte, der dem Sportbetrieb der DJK einträglich war, war jedem klar. Deshalb reifte schon sehr früh der Gedanke, eine eigene Sportanlage zu bauen. Nach der Pachtung des Kallenberg-Geländes, der Halde des Schachtes Erkershöhe, begannen eifrige Mitglieder sofort von Hand mit Rodungs- und Erdarbeiten. Damit hatte die DJK wieder ein Gelände, welches in unmittelbarer Nähe zu den Vorkriegs-Sportstätten gelegen war und es konnte ein unaufhaltsamer Aufschwung bis zum heutigen Tag beginnen, der noch reichlich Arbeit und große finanzielle Anstrengungen beinhaltete. An dieser Stelle gilt ein besonderer Dank dem unermüdlichen Einsatz ihres Ehrenvorsitzenden Johann Schichtel, der aufopferungsvoll und mit viel Idealismus sowie Enthusiasmus zusammen mit seinen Sportkameraden aus einer ehemaligen Bergehalde in mühevoller Arbeit und vielen Arbeitsstunden eine bespielbare Fläche für den Fußballsport schuf. Schon im Jahre1960 konnte die DJK ihre ersten Spiele auf dem eigenen Sportplatz austragen, der mit schwarzer Brasche hergerichtet war. Die Abgrenzung der Linien auf dem Sportplatz erfolgte mit Hand und durch Sägemehl. Dies war zwar immerhin eine eigene Spielstätte, aber für größere Aufgaben nicht geeignet. Nach langwierigen Verhandlungen stellten schließlich die Sportplanungs-kommission des Saarlandes und die damalige Gemeinde Friedrichsthal Mittel für den weiteren Ausbau zur Verfügung. Nach Beendigung der Arbeiten fand am 12. August 1962 in Verbindung mit einer Sportwerbe-woche die Sportplatzeinweihung statt. Als Ehrengeschenk bekam die DJK von Pastor Manderscheid ein schönes Banner mit DJK-Wappen geschenkt. Zwischenzeitlich waren alte DJKler aus der Vorkriegszeit wieder zum Verein gestoßen und vervollständigten zu dieser Zeit zu den bereits genannten Mitgliedern der Wiedergründung den Vorstand: Hermann Jakoby (Vorsitzender), Julius Schmidt (Kassierer), Walter Schnur („de Schnurlinks“), Erich Lindemann (Schriftführer), Otto Hellbrück, Alfred Braun, Wendel Gard, Clemens Schmidt, Horst Gabriel (Jugendleiter), Ludwig Weich; aber auch eine neue Generation wuchs heran, die die Arbeit fortsetzte: Helmut Braun, Toni Braun, Gerd Braun, Klaus Groß, Raimund Dietrich, Bernd Weich, Heinz Bollmann, um nur einige zu nennen.

 

Von 1956 bis 1961 trainierte Horst Gabriel die Mannschaften. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad wurde der Weg ins Klinkenthal nach Landsweiler (siehe oben) zurückgelegt. Die Spieler aber ließen sich nicht entmutigen. Mehr wert als der Erfolg war in dieser Zeit der Idealismus und die ausgezeichnete Kameradschaft. Nach dieser Aufbauarbeit hatte Spielertrainer Karl Ferenz in der Saison 1961/62 eine gute Mannschaft zur Verfügung, die den Aufstieg in die damalige B-Klasse nur knapp verpasste. Nur ein Punkt fehlte der Mannschaft zum Meistertitel.

 

Nächster Trainer war Peter Keuper, der zur gleichen Zeit noch Trainer beim damaligen VfR Schiffweiler war. Aus zeitlichen Gründen konnte er nur einmal pro Woche das Training leiten. Es war ihm auch nicht möglich, sich sonntags die Spiele anzusehen. Nach ihm kam Robert Morgenthal, der spätere 1. Vorsitzende, der durch talentierte Jugendspieler und Neuzugänge die schwere Aufgabe hatte, eine neue Mannschaft aufzubauen. In den ersten Jahren seiner Tätigkeit spielte er selbst noch mit. In dieser Zeit wurde unter Jugendleiter Horst Gabriel eine sehr intensive Fußballjugendarbeit  in der DJK betrieben. Diese Jugendarbeit trug auch Früchte im aktiven Bereich. Horst Gabriel zeichnete sich besonders durch seine ausgleichende Art aus.

 

Auch in der Vorstandschaft war mittlerweile ein Generationenwechsel eingetreten. Helmut Braun als Vorsitzender und Bernd Weich als Geschäftsführer  prägten mit anderen Vorstandskollegen zusammen zwei Leute über ein Jahrzehnt hinweg erfolgreich den Verein, was Richtung weisend für die DJK war. In die Zeit ihrer Regentschaft fielen so wichtige Entscheidungen wie die Gründung neuer Abteilungen (Tischtennis und Ju-Jutsu) und der lang gehegte Wunsch zum Bau eines Sportheimes am Sportplatz. Sportlich erfolgreich waren die Spielzeiten mit Trainer Robert Morgenthal (siehe oben) 1967/68 und Alois Burgard 1971/72.

 

Zum 50. Geburtstag der DJK Bildstock konnte Vorsitzender Helmut Braun zahlreiche Gratulanten im großen Saal des Katholischen Vereinshauses in Bildstock begrüßen. Alle Gratulanten, angefangen vom damaligen Innenminister des Saarlandes, Ludwig Schnur, sagten finanzielle und materielle Unterstützung zum Bau eines Sportheims am Kallenberg zu. Die DJK Bildstock war erst kurze Zeit nach ihrer Wiedergründung zu einem sportlich und gesellschaftlich relevanten Faktor im Vereinsleben der Stadt Friedrichsthal geworden.

Auch mit dem Fußball innerhalb der DJK Bildstock ging es sportlich weiter bergauf. Im Jahre 1972 übernahm erneut Peter Keuper das Training der DJK. Es dauerte nicht lange, bis man wieder durch erste Erfolge auf uns aufmerksam wurde. In der Meisterschaftsrunde 1973/74 erreichte man endlich den ersten Erfolg. Mit einer tollen Leistung errang die zweite Mannschaft den Meistertitel, während die erste Mannschaft  durch Erringung der Vizemeisterschaft den Aufstieg in die B-Klasse schaffte.

Aufstiegsmannschaft 1973/74

stehend: Trainer Peter Keuper, Edgar Elicker, Lothar Schmidt, Klaus Buchenau, Norbert Matheis, Eugen Schmitt, Diethelm Gabriel, Betreuer Günther Bachinger

kniend: Walter Euler, Heinrich Kautz, Manfred Leismann, Heinz Neumann, Gio Del Favero, Peter Keuper jun. 

Nachdem die Jugendleiter Hans Michely, Armin Kuhn, Diethelm Gabriel und Lothar Haas und Franz Lindlbauer gute Vorarbeit geleistet hatten, kam ab 1972 mit Lothar Schmidt ein Jugendleiter, der sehr viel Schwung in die Arbeit mit einbrachte. Zusammen mit Franz Lindlbauer und Norbert Matheis hatt man schon im Jahre 1974 über 70 Jugendliche und bereits 1976 über 100 Jugendliche zu betreuen. Der Aufschwung hielt auch in den weiteren Jahren an. Die Fußballjugend der DJK Bildstock stellte in der Spielzeit 1978/79 mit 11 Jugendmannschaften eine der stärksten Jugendabteilungen im Fußballkreis Ostsaar. Folglich blieben auch im sportlichen Bereich die Erfolge nicht aus. Die E-Jugend konnte in der Spielzeit 1975/76 unter ihrem Trainer Horst Groß die erste Jugendmeisterschaft im Fußball nach der Wiedergründung für die DJK Bildstock erringen. In Zukunft sollten sich weitere Titel von Jugendmannschaften hinzugesellen. 

E-Jugend: Meister 1975/1976

obere Reihe: Markus Neis, Jörg Daniel, Martin Kochems, Thomas Bost, Trainer Horst Groß

untere Reihe: Christian Bost, Andreas Fries, Markus Birkenbach, Andreas Risch

Ein weiterer Meilenstein für die DJK-Fußballer war am 26. Juni 1976 die Einweihung des neuen Sportheims.  Trotz größter Widerstände (auch von politischer Seite) war es der DJK gelungen, ihren lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Bestes Argument dabei war, dass die DJK zwischenzeitlich mit fast 500 Mitgliedern zu einem der mitgliederstärksten  Sportvereine in der Stadt Friedrichsthal herangewachsen war. Viele Mitglieder der Fußballer verbrachten manche Stunden beim Bau des Sportheimes: hervorzuheben sind aber die Kameraden Peter Keuper sen., Manfred Emmerich, Hans Siebenlist, Toni Tomaschewski, Berthold Kopp, Fritz Emge, der damalige Geschäftsführer Bernd Weich, der neben Beschaffung der finanziellen Mittel noch die ganze Abwicklung übernommen hatte sowie der damalige Vorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Helmut Braun.

Ernennung von Helmut Braun zum Ehrenvorsitzenden der DJK Bildstock an seinem 60. Geburtstag durch Harald Barth (1. Vorsitzender) und Lothar Schmidt (Abteilungsleiter Fußball)

Im Jahre 1971 erfolgte die Gründung einer AH-Mannschaft. Erster Spielleiter wurde Raimund Dietrich, der die AH-Mannschaft durch eine persönlich sehr stark engagierte Arbeit zu einem bewegenden Element in der Fußballabteilung ausbaute. Unvergesslich sind die vielen Festivitäten, insbesondere die Faschingsfeiern, wobei des Öfteren das Sportheim aus allen Nähten platzte. Im Jahre 1992 kam noch eine zweite AH-Mannschaft hinzu, so dass die DJK Bildstock eine der wenigen Vereine im Saarland war, bei dem 2 AH-Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen. Die Kameraden der 2. AH-Mannschaft engagieren sich heute noch für krebskranke Kinder auf den umliegenden Weihnachtsmärkten durch vielfältiges soziales Engagement, dessen Erlös sie diesen Kindern zugute kommen lassen.

 

Ein weiterer Meilenstein war  in der Entwicklung des Fußballs die Sportwerbetage. Erstmals 1978 begann man mit einem so genannten F.B.H.- Turnier: Ein Turnier für Freizeit, Betriebs- und Hobbymannschaften. Bereits im Jahr darauf kam zusätzlich das Turnier „Ein Dorf spielt Fußball“ hinzu. Die Sportwerbetage  wurden so zu einem regionalen Event  bei den Sommerveranstaltungen in der Stadt Friedrichsthal; wurde es doch ergänzt durch zahlreiche Jugendturniere und Zeltveranstaltungen. Besonders beliebt war der Feldgottesdienst am Pfingstmontag. Die Sportwerbetage wurden in dieser Form bis ins Jahr 2006 durchgeführt. Nach dem Bau des so ersehnten Kunstrasenplatzes im Jahr 2007 erhielten die Sportwerbetage 2008 mit dem „ZURICH-Saarland-Cup“ dann ein neues Gesicht. 

1. Mannschaft 1979/80

stehend: Hermann Konrad, Werner Emmerich, Albert Dell, Jennewein, Lothar Schmidt, Diehl, Betreuer Albert Schmelzer

kniend: Michael Eich, Hans Ebelsheiser, Peter Kriebisch, Joachim Engel, Norbert Knorst, Norbert Matheis

Im Spieljahr 1978/79 musste die 1. Mannschaft nach einer sehr schwierigen Spielzeit den Weg in die Kreisliga-B antreten. Nach dem Abgang von Trainer Albert Daniel konnte das Team nicht mehr richtig Fuß fassen. 1981 war dann wieder ein besonderes Jahr für die DJK Bildstock. Es erfolgte nicht nur die Gründung der Tennisabteilung. Auch wurden die verwaltungsmäßige Arbeit und die finanzielle Selbständigkeit den einzelnen Abteilungen übertragen. Dies bedeutete einen Umbruch innerhalb der Vereinsarbeit der DJK. Dies sollte sich aber in den späteren Jahren als vorteilhaft und Richtung weisend zeigen. Harald Barth wurde erster Abteilungsleiter der Fußballabteilung, nachdem er seit 1973 das Amt des Spielleiters inne gehabt hatte. Über den einzelnen Abteilungen wurde ein Gesamtvorstand konzipiert. Erster Gesamtvorsitzender wurde der frühere Trainer der Fußballabteilung Robert Morgenthal, der Heinz Bollmann ablöste.  Harald Barth wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt. Von ihm übernahm daher Klaus Nicolai 1982 das Amt des Abteilungsleiters Fußball. Robert Morgenthal verstand es innerhalb kürzester Zeit viel Bewegung in den Verein und die Abteilungen hineinzubringen. Mit ihm verbunden ist die Neugestaltung des Sportplatzes, die Erweiterung des Sportheimes und vor allem die Installation einer modernen Flutlichtanlage, die einen ganzjährigen Spielbetrieb im Freien ermöglichte. Im Ganzen kam jetzt ein vehementer Aufschwung in die Fußballabteilung. So ließen jetzt auch die sportlichen Erfolge im aktiven Spielbetrieb nicht lange auf sich warten. Vor dem Hintergrund des Engagements des Abteilungsleiters Klaus Nicolai und weiterer ehemaliger aktiver Spieler sowie einer intakten und erfolgreichen Jugendarbeit konnte man im Spieljahr 1984/85 mit Trainer Robert Winckler den Wiederaufstieg in die Kreisliga-A schaffen. Mit einem Punkteverhältnis von 49:11 und dem sagenhaften Torverhältnis von 127:39 beherrschte man eindeutig die Klasse. Robert Winckler trainierte 3 weitere Jahre die Mannschaft in der Kreisliga-A und unter seiner Regie spielte die DJK Bildstock immer eine wichtige Rolle bei der Vergabe des Meistertitels. Ihm folgte in den Spielzeiten 1988/89 und 1989/90 Dieter Rau auf dem Trainerstuhl. 

Meistermannschaft von 1984/85: Kreisliga-B und Aufstieg in die Kreisliga-A

 

stehend von links: Hans Dell, Michael Merl, Ralf Winckler, Udo Scheidt, Ernst Reck, Volker Triem, Bernd Klein, Henning Meyer, Rainer Engelbreth, Günter Hofmann, Albert Schmelzer, Trainer Robert Winckler

kniend von links: Helmut Beicht, Norbert Matheis, Albert Dell, Peter Kriebisch, Heinz Prinz, Günter Wobido, Armin Bonner

 

Im Jahre 1989 wurde der bisherige Jugendleiter Lothar Schmidt zum Abteilungsvorsitzenden Fußball gewählt. Er löste Klaus Nicolai ab, der sieben Jahre erfolgreich die Fußballabteilung führte und auch danach noch einige Zeit als stellvertretender Abteilungsleiter tatkräftig die Abteilung unterstützte. Plötzlich und unerwartet verstarb am 30. April 1989 der 1. Vorsitzende Robert Morgenthal viel zu früh. Harald Barth wurde, nachdem er zunächst das Amt kommissarisch ausgeübt hatte, in der nächsten Jahreshauptversammlung des Vereins zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.   Die Jugend der Fußballabteilung war zwischenzeitlich zahlenmäßig weiter stark gewachsen und erreichte Mitte der 90iger Jahre unter der Jugendleiterin Birgit Klos mit über 150 Jugendlichen ihre höchste Mitgliederzahl. Ferienfreizeiten, Sportfeste und Weihnachtsfeiern ergänzten in der Jugend den sportlichen Rahmen. Die Jugendlichen in dieser Zeit erinnern sich noch heute gerne an die Ferienfreizeiten im Westerwald, Odenwald oder Schwarzwald. Viele positive Erinnerungen sind den damaligen Jugendfußballern geblieben und ebenso mancher Streich, der hier nicht erwähnt werden soll. Stets mit dabei waren Abdelkader Soualmia, der immer ein offenes Ohr für die Jugend hatte und sich für die Abteilung engagierte, Hannelore Braun, Hans Theobald und der spätere Jugendleiter Friedel Lauer. 

A-Jugend Meister 1985/86:

 

stehend: Andreas Schreck, Dirk Michely, Dominik Menzler, Markus Janssen, Ralf Noll, Michal Brück, Frank Zimmer, Dirk Plöger, Frank März, Trainer Michel Merl und Ralf Boutter

kniend: Frank Giebel, Klaus Hoffmann, Wolfgang Molter, Manfred WeberJörg Kreutz, Stefan Curto

Seit 1991 veranstaltet die DJK Bildstock dann am zweiten Januarwochenende in der Helenenhalle in Friedrichsthal das Volksbank Hallenturnier. Angefangen hatte die Volksbank Sulzbachtal als Hauptssponsor und ihre Nachfolgeinstitute, zunächst die Volksbank Dudweiler und heute die Vereinigte Volksbank im Regionalverband Saarbrücken, sind als Sponsor und Namensgeber diesem Turnier treu geblieben und so konnte man 2013 das 23. Volksbank-Hallenturnier veranstalten. Zwischenzeitlich ist die ZURICH-Versicherung als weiterer Sponsor hinzugekommen. Das Turnier hat seit 1992 den Status eines Qualifikationsturnieres zum Saarländischen Volksbanken-Masters und ist das Hallenereignis des Fußballs im Sulzbachtal, was nicht zuletzt durch den das starke Zuschauerinteresse nachgewiesen wird.

 

Ab der Spielzeit 1990 übernahm Herbert Kirch die Verantwortung für die aktiven Mannschaften. Im ersten Spieljahr musste zunächst das Mannschaftsgefüge stabilisiert werden. Als erfahrener Trainer erkannte Herbert Kirch sofort die Schwachstellen der Mannschaft und durch geschicktes Ergänzen des Kaders gelang ihm gleich in der darauf folgenden Spielzeit die Meisterschaft in der Kreisliga-A. Erstmals nach ihrer Wiedergründung spielten in der Spielzeit 1992/93 die DJK-Fußballer in der Bezirksliga. Insgesamt 4 Jahre blieb man in der Bezirksliga. Aufgrund der großen Spielerzahl im aktiven Bereich konnte auch ab der Saison 1993/94 eine 3. aktive Mannschaft am Meisterschaftsspielbetrieb teilnehmen. Auf eigenen Wunsch schied Herbert Kirch dann 1994 aus. Neuer Trainer wurde in der Spielzeit 1994/95 Werner Martin, ein alter Bildstocker, der als aktiver Spieler bei Borussia Neunkirchen und Eintracht Braunschweig in der ersten Bundesliga gespielt hatte. 

Meistermannschaft von 1991/92: Meister der Kreisliga-A und Aufstieg in die Bezirkiga

 

obere Reihe: Herbert Degiulli, Jürgen Bobinger, Michael Brück, Heiko Fries

mittlere Reihe: Abteilungsleiter Lothar Schmidt, Trainer Herbert Kirch, Michael Bruckmann, Dirk Michely, Andreas Schreck, Frank Degiulli, Frank März, Ralf Boutter, Stefan Fries, Ludwig Schmelzer, Alfred Gabler, Jean-Raymond Becker, Klaus Nicolai

untere Reihe sitzend: Manfred Weber, Rolf Boos, Helmut Quint, Markus Schmitt, Rüdiger Junk, Harry Wachter

 

In der Spielzeit 1995/96 musste die Mannschaft, nachdem sie personell ausgedünnt war, wieder den Weg in die Kreisliga-A antreten. Mit Rudi Stolz kam in der Spielzeit 1996/97 ein neuer unverbrauchter Trainer zu seiner ersten Übungsleiterstelle. Mit der richtigen Einstellung und dem Glück des Tüchtigen  gelang ihm mit der Mannschaft der direkte Wiederaufstieg in die Bezirksliga und so konnte man 1997 beruhigt das 75. Gründungsfest auf dem Marktplatz in Bildstock feiern. Leider konnte Rudi Stolz aus privaten Gründen in der nächsten Spielzeit die erfolgreiche Mannschaft nicht mehr betreuen.

Meistermannschaft 1996/97: Meister Kreisliga-A und Aufstieg in die Bezirksliga

 

obere Reihe: Markus Schmitt, Trainer Rudi Stolz, Markus Brückner, Rolf Boos, Patrick Frisch, Andreas Kriebisch, Frank Degiulli, Herbert Degiulli, n.N., Markus Flick, Frank März

untere Reihe kniend: Roland Flick, Markus Binzel, Christian Henrikus, Markus Birkenbach, Christian Fick, Rüdiger Junk, Jürgen Bobinger,  Schneider

Mit Reiner Gluding verpflichtete die DJK Bildstock einen ebenso erfolgreichen wie bekannten Trainer für die neue Spielzeit 1997/98. Trotz Spielerabgänge und großem Verletzungspech konnte man mit einem 13. Tabellenplatz frühzeitig den Klassenerhalt sichern. Der Aderlass an guten Spielern setzte sich auch in der darauf folgenden Saison 1998/99 fort. Aus den ehemaligen 3 aktiven Mannschaften wurden 2 und der kurzfristig neu verpflichtete Spielertrainer Werner Ohler hatte eine schwere Aufgabe vor sich. Nur durch das Abmelden der Mannschaft des FC Homburg 2 in der Verbandsliga-Saar blieb man in der Bezirksliga. Da dies kurzfristig vor der neuen Saison geschah und man sich schon mit dem Abstieg in die Kreislia abgefunden hatte, stand keine für die Bezirksliga  wettbewerbsfähige Truppe zur Verfügung. Konsequenterweise stand auch am Ende der Saison 1999/2000 der Abstieg aus der Bezirksliga. Der Abwärtstrend setzte sich fort. Mario Köbrisch, der neue Trainer, hatte in der Spielzeit2000/2001 keine Chance mit der Mannschaft dem Trend entgegenzuwirken. So fand man sich 2001folgerichtig in der Kreisliga-B wieder. In der Jugend war die DJK Bildstock noch relativ erfolgreich. Jürgen Bier konnte sogar noch eine B-Mädchen Mannschaft gründen.

 

Trotz des Abstiegs der Fußballer in die Kreisliga-B stimmte das Vereinsleben und unsere Mitglieder konnten stolz auf die gelungene Renovierung und Erweiterung des Sportheimes sein. Die Vergrößerung des Gastraumes, der Bau zweier neuer Umkleidkabinen, die Errichtung neuer Toiletten, die Vergrößerung der Küche und ein neues Satteldach konnten 2001 eingeweiht werden. Viele Tausend Arbeitsstunden haben die Mitglieder geleistet und über 100.000 € wurden investiert.

 

Es entstand ein modernes geräumiges Sportheim. Heinz Neumann, eines unserer Edel-Urgesteine im Verein, führte in dieser Zeit ein Team zuverlässiger DJKler und konnte am Ende der Umbaumaßnahme mehr als stolz auf das von ihm initiierte und Erreichte sein! Wir sind es heute noch und danken allen Helfern.

Der Vorraum wurde in den Folgejahren noch erweitert  und mit dem Bau einer als Jugendferienlager geeigneten Fläche konnte dann im Jahr 2010 ein weiterer Schritt abgeschlossen werden . Ideengeber mit viel Zeiteinsatz und auch handwerklichem Engagement war bei dieser Maßnahme unser 2. Fußball-Vorsitzende Manfred Sahner. Der Vorraum, alternativ offen und geschlossen gestaltbar, bietet heute eine  witterungsunabhängige Möglichkeit, nahe am Vereinsgeschehen zu sein.

Im Mai 2001 wurde ein neuer Abteilungsvorstand gewählt. Lothar Schmidt blieb Abteilungsleiter. Viele ehemalige Spieler wie Hans-Jürgen Klos, Manfred Sahner oder Heinz Neumann, um nur einige zu nennen, halfen tatkräftig mit.  Im sportlichen Bereich galt es, wieder Boden unter die Füße zu bringen. Mit Wolfgang Schäfer konnte ein Trainer verpflichtet werden, der die Ärmel hochkrempelte und den Verein nicht mit so genannten Spielereinkäufen belastete. Die 1. Mannschaft hatte zwar spielerische Mängel, aber mit Trainingsfleiß und Engagement schnitt man über Erwarten gut ab. Die gute Vorstands- und Trainerarbeit blieb auch im sportlichen Umfeld der DJK nicht verborgen und mit neuen Spielern – einige kehrten auch zur DJK zurück – ging man mit Wolfgang Schäfer in die Saison 2002/2003. In dieser Saison konnte man eine weitere „Schippe“ drauflegen und erreichte zum Schluss der Spielzeit einen Spitzenplatz in der Tabelle. Wolfgang Schäfer trainierte auch die Mannschaft in der Spielzeit 2003/2004.

In der Sitzung des Rats der Stadt Friedrichsthal am 23. November 2003 entschied der damalige Bürgermeister und seine ihn unterstützende Mehrheitsfraktion gegen das Votum der anderen Parteien die im Investitionshaushalt veranschlagten 320.000 Euro allein zur Sanierung eines Sportplatzes in Bildstock zur Verfügung zu stellen, nämlich zur Sanierung des Sportplatzes des SV Hellas am Maybacherweg. Normalerweise wäre dies das Aus für die Fußballer der DJK und vielleicht auch für den Gesamtverein gewesen. Der Hartplatz der DJK Bildstock war in über 40 Jahren Nutzung zu einem „Acker“ geworden. Über die Diagonale hatte er ein Gefälle von 1,40 m und war mit Regenrillen überzogen. Überall in der Umgebung entstanden neue Kunstrasenplätze und selbst bei einer Sanierung des Hartplatzes wären die DJK-Fußballer nicht mehr konkurrenzfähig gewesen, wobei eine Oberflächensanierung aufgrund der Schieflage raus geworfenes Geld gewesen wäre. Die Einstellung des Spielbetriebes drohte. In weiteren Gesprächen mit der Stadtverwaltung wurde von deren Seite ein Zuschuss von 120.000 Euro zur Sanierung zugesagt. Die DJK wäre nicht die DJK, wenn sie nicht auch wie bisher des Öfteren in der Vergangenheit  einen Ausweg aus dieser Situation gefunden hätte. Wie so oft in schwierigen Situationen standen die Mitglieder zusammen und es wurde eine Konzeption gefunden, mit Hilfe der Mittel der Stadt Friedrichsthal (120.000 Euro), der Sportplanungskommission (75.000 Euro) und eigenen Mitteln (360.000 Euro) die Anlage so zu erneuern, dass sie zu einer der Modernsten und Schönsten im Saarland zählt. Im Frühjahr 2007 war dann Baubeginn und am 01. September die offizielle Eröffnung mit dem damaligen Ministerpräsidenten des Saarlandes Peter Müller. Fast 1000 Besucher waren zur Einweihungsfeier gekommen, was eine grandiose Würdigung der Arbeit der DJK Bildstock darstellte. Eine ehemalige Bergehalde war mit Liebe und vielem Engagement der Mitglieder zu einer der schönsten Sportanlagen des Saarlands geworden.

Der spätere Geschäftsführer des Gesamtvereins und damalige Beisitzer im Vorstand der Fußballabteilung, Armin Bonner, war die treibende Kraft bei Konzeption, Bau und Finanzierung des Kunstrasenplatzes. Unermüdlich forcierte er die Planungen. Täglich fand während der Bauphase eine Vorstandsitzung statt und bei der Bauausführung war  er stets für alle Beteiligten anwesend und ansprechbar. 

Da rauchten 2007 die Köpfe – unsere neue Kunstrasenanlage sollte vorbildlich und besser werden als der vergleichbare Standard. Täglich Besprechung, täglich Vorschläge zur Optimierung der Anlage, dazu fast 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden vieler DJKler bi
Es ist geschafft – der Sportpark Kallenberg ist grün !

Im sportlichen Bereich übernahm dann Jürgen Rother das Training der aktiven Mannschaften. Wolfgang Schäfer verließ die DJK Richtung der damaligen SG Altenwald-Schnappach. Wolfgang Schäfer hatte mit viel Engagement das Schiff der DJK auf Vordermann gebracht. Jürgen Rother hatte sich das Ziel gesetzt, ganz vorne mitzuspielen. Zum Schluss scheiterte man an Niederlinxweiler. Zu viele Punkte gab man gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte ab. Zum Spieljahr 2005/2006 übernahm dann Frank Bleibtreu die Trainingsleitung der aktiven Mannschaften. Aber gegen die Übermannschaft des SV Schnappach, der praktisch eine Bezirksligamannschaft aus der aufgelösten Spielgemeinschaft mit dem SV Altenwald übernahm, war kein Kraut gewachsen. Auch im Jugendbereich gab es eine Wachablösung.

Nach Anne Nachtsheim und Joachim Morsch  übernahm Friedel Bollmann im April 2005 das Ruder bei den Jugendmannschaften. Mit dem SV Hellas Bildstock hatte man zwischenzeitlich für alle Mannschaften eine Spielgemeinschaft gebildet, die bis heute sehr erfolgreich arbeitet und immer wieder Spieler für den aktiven Bereich hervorbringt.

 

Frank Bleibtreu blieb dann noch zwei weitere Jahre Trainer der aktiven Mannschaften. Im Spieljahr 2007/2008 erreichte er die Vizemeisterschaft und stieg mit der Mannschaft in die Kreisliga-A auf. Die Spielzeit 2007/2008 war auch gleichzeitig die erste Spielzeit auf dem neuen Kunstrasenplatz. Der Bau des Kunstrasenplatzes brachte neuen Schwung in die Fußballabteilung und man fand zu alter Stärke wieder zurück. 

Zur Spielzeit 2008/2009 übernahm dann Stefan Wachter die Übungsleitung der aktiven Mannschaften am Kallenberg. Beim Saarländischen Fußballverband hatte man eine Neugliederung der Klassen beschlossen und die ersten sieben Mannschaften der Kreisliga-A konnten sich für die Bezirksliga qualifizieren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekam Stefan Wachter das Schiff immer mehr in Griff und als Tabellendritter gelang souverän die Qualifikation für die Bezirksliga in der Spielzeit 2009/2010. In dieser Spielzeit erreichte man in der Bezirksliga einen vorderen Tabellenplatz.

Nach den letzten Sportwerbetagen im Jahr 2006 konnte man 2007 wegen der Bauarbeiten die Sportwerbetage nicht durchführen und 2008 verzichtete man wegen des neuen Kunstrasens auf die Durchführung. Doch man war nicht untätig geblieben. Anstatt des Turnieres  „Ein Dorf spielt Fußball“ konnte man die ZURICH-Versicherung der damaligen Bezirksdirektion Peter Diener für den ZURICH-Saarland-Cup gewinnen. Dank der großzügigen Unterstützung der ZURICH-Versicherung konnte man den CUP erstmals für Oberliga- und Saarlandliga-Mannschaften ausschreiben, was gleich ein Volltreffer wurde. Die Sportwerbetage waren damit nicht gestorben, sondern erlebten in einer anderen Form eine Renaissance.

 

Bereits im zweiten Jahr (2010)  nahm man eine Veränderung vor und schuf  einen weitern Cup für Bezirksliga- und Kreisliga-Mannschaften. Heute ist der ZURICH-Cup mit seinen beiden Gruppierungen eine Saarland weit beachtete Veranstaltung im unmittelbaren Zeitraum vor Saisonbeginn. 

 

Da immer mehr Jugendspieler in den Bereich der aktiven Mannschaften nachrückten, meldete man zu Saisonbeginn 2010/11 eine Nachwuchsmannschaft im aktiven Bereich (U-23) an. Trainer der U-23 wurde der ehemalige Trainer der 1. Mannschaft Frank Bleibtreu. Auch die erste Mannschaft konnte mit weiteren ehemaligen Jugendspielern verstärkt werden. Was jetzt kommen sollte, war erstmalig in der Geschichte der DJK Bildstock. Am Ende der Spielzeit verwies man Preußen Merchweiler auf den 2. Tabellenplatz und konnte mit einem grandiosen Sieg in Hangard den Aufstieg in die Landesliga Nord-Ost schaffen. Auch die neu gegründete U-23 schlug sich hervorragend und erreichte in der Kreisliga-A einen hervorragenden 3. Tabellenplatz.

Die Mannschaft nach dem Sieg in Hangard

In der Spielzeit 2011/2012 gab es eine erneute Umstrukturierung in der Klasseneinteilung des Saarländischen Fußballverbandes. Die eingleisige Verbandsliga wurde abgeschafft und dafür eine zweigleisige gebildet, die sich nach regionalen Gesichtspunkten aus den Vereinen der Verbandsliga und den ersten sieben Vereine der jeweiligen Landesligen bildete. Am Ende der Spielzeit belegte man mit dem SV Furpach punktgleich die Tabellenspitze. Im Entscheidungsspiel in Spiesen musste man trotz einer 4:1 Führung nach Verlängerung und Elfmeterschießen Furpach den Vortritt lassen. Hauptsache war jedoch die Qualifikation für die Verbandsliga Nord-Ost, der zweithöchsten Klasse im Saarländischen Fußballverband. Auch die U-23 schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga und die Saison 2011/2012 kann man getrost als die bislang erfolgreichste Spielzeit im Fußball der DJK Bildstock deklarieren. Mit zum Erfolg dürfte auch die Kontinuität in der Trainerarbeit beigetragen haben. Mit Stefan Wachter wird die DJK Bildstock auch in die Spielzeit 2013/2014 gehen.

 

Im Jahr 2011 ging auch eine lange Ära im Gesamtvorstand zu Ende. Nach 22 Jahren Gesamtvereinsvorsitzender und weitere Jahre als Stellvertreter und Abteilungsleiter Fußball verabschiedete sich Harald Barth in den wohlverdienten Ruhestand.

 

22 Jahre unser 1. Vorsitzender – vielen Dank Harald Barth !

Als sein seit langer Zeit schon in mehreren Abteilungen engagierter Nachfolger wurde einstimmig sein Sohn Dirk Barth gewählt, der bisher das Amt des 2. Vorsitzenden inne hatte. Die Jahreshauptversammlung wählte Harald Barth einstimmig zum Ehrenvorsitzenden der DJK Bildstock

 

 

Aktualisiert im Mai 2013

 

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